Die Heilige Hemma, 980 als Gräfin von Friesach-Zeltschach geboren, war nicht zuletzt wegen ihrer Wohltätigkeit und ihrem Stiftertum eine so bekannte Persönlichkeit in der Bevölkerung. Sie begründete unter anderem die Benediktinerklöster Gurk und Admont, wo die größte Klosterbibliothek der Welt zu sehen ist.
Oberwölz, unser heutiges Ziel, wurde bereits um 1300 zur Stadt erhoben und erlebte im 14. und 15. Jhdt. eine wirtschaftliche Blüte. Aus dieser Zeit stammen noch Stadtmauer, drei Stadttore sowie die Festungsbauten, die dem Ortskern nach wie vor ein mittelalterliches Aussehen verleihen. Die Stadtpfarrkirche St. Martin gilt als älteste Kirche von Oberwölz. Unweit von der Stadtpfarrkirche befindet sich die Spitalskirche Heiliger Sigismund. Die rein gotische Kirche wurde 1430 von Hans Jersleben errichtet und ist aus Platzgründen in ihrem Grundriss verzogen. Zur wertvollen Innenausstattung gehört der prachtvolle Hochaltar mit einem überlebensgroßen Kruzifix. In der Mitte des Hauptplatzes steht die vermutlich 1717 gestiftete Mariensäule mit der Marienstatue und den Pestheiligen Rochus und Sebastian, die alle aus Holz geschnitzt sind. Im nördlichen Teil des Hauptplatzes befinden sich in der Nähe des Schöttltores das Österreichische Blasmusik- und ein Heimatmuseum.