Die Wanderung auf den Tremmelberg über den Bauerhof vlg. Vorder-Tremmel ist eine einfache Tour, die ausschließlich über Forststraßen geführt wird. Es steigt gleichmäßig auf den 1194 m hohen Tremmelberg an. Am höchsten Punkt angekommen, sieht man mitten im Wald auf einer kleinen Lichtung den 42 m hohen Aussichtsturm „Turm im Gebirge“. Von hier aus hat man einen herrlichen Ausblick auf das Judenburg-Knittelfelder Becken und auf die umliegende Bergwelt der Seckauer Alpen, das Steirischen Randgebirge und die Seetaler Alpen. Das Bauwerk ist insgesamt 42 m hoch, wobei sich die oberste Aussichtsplattform auf 36 m Höhe befindet und über 202 Stufen erreicht werden kann (Drehkreuz zum Aufstieg: 2 € Gebühr, Wintersperre von November bis März). Im Jahr 1999 wurde der Turm, der rund sechs Millionen Schilling gekostet hat und mit dem „Deutschen Architekturpreis“ und dem „Steirischen Holzbaupreis“ ausgezeichnet wurde, fertiggestellt. Bei der Eröffnungsfeier am 24. Mai 1999 wanderten ca. 8000 Menschen auf den Tremmelberg, um diesen besonderen Tag mitzuerleben. Damals wie heute ist der Tremmelberg mit dem „Turm im Gebirge“ ein beliebtes Wanderziel.
Tipp - Sagenhaftes Wandererlebnis:
Hier die Sage "die erlöste Seele"aus dem Buch "Geheimnisvolles Murtal"von Markus Beren und Tamara Markel
E s war einmal eine gar fromme Magd bei einem Bauern am Fuße des Tremmelberges. Als diese einst schlief, kroch eine Schlange zu ihrem Bett heran und sagte: „Geh mit, geh mit!“ Doch diese ging nicht mit, sondern machte ein Kreuz und betete, dass der Teufel sie nicht in Versuchung führe. Des anderen Tages nach der Frühmesse begab sie sich dann zum Pfarrer und erzählte ihm, was ihr die Schlange gesagt. Dieser riet ihr nun, falls selbe die nächste Nacht wieder kommen sollte, ihr ein geweihtes Kreuz auf den Kopf zu legen, ihr zu folgen, aber nicht anzurühren, was sie ihr gäbe, es sei denn, dass das Kreuz darauf liege. Die Magd versprach, den Rat des Pfarrers zu befolgen, und ging getrost nach Hause.
Des Nachts kam tatsächlich wieder die Schlange zu ihrem Bett und sagte in bittendem Ton: „Geh mit, geh mit!“ Da stand die Magd auf und legte ein geweihtes Kreuz auf den Kopf der Schlange. Diese verwandelte sich allsogleich in ein altes Weibchen. Diesem folgte nun die fromme Magd. Sie gingen über eine Stiege, welche die Magd früher nie gesehen, und gelangten in einen Keller, der eine eiserne Tür hatte. Diese machte das alte Weibchen durch eine bloße Berührung ganz leicht auf und verschwand dann durch dieselbe, während die Magd davor stehenblieb. Gleich darauf kam das Weibchen wieder zurück, in der Hand einen Kessel, ganz voll mit Dukaten, den sie der Magd antrug. Aber diese rührte nichts an, wie es ihr der Pfarrer befohlen hatte. Da ging das Weibchen wieder weg mit dem Kessel. Nun hörte die Magd ein „Jammerwerk“, dann darauf einen starken Ächzer und gleich darauf kam das Weibchen wieder mit dem Kessel voll Dukaten, aber darauf lag das geweihte Kreuz, welches die Magd der Schlange auf den Kopf getan. Nun sagte die Alte: „Dies gehört dir zum Dank, dass du mich erlöst hast!“, machte hierauf einen Knicks und verschwand.