Ziel dieser Tagesetappe der Wanderroute "Vom Gletscher zum Wein" ist die Stadt Fürstenfeld, die eine bewegte Geschichte vorzuweisen hat. Mehrmals wurde die Stadt ein Schauplatz von schweren Kämpfen, ungarische Hajduken brannten die Stadt fast zur Gänze nieder. Im 16 Jahrhundert wurde daher mit einem Festungsbau durch den italienischen Baumeister Domenico dell´Allio begonnen. Noch heute sind große Teile der Stadtmauer, die uns schon von Weitem begrüßen, erhalten.
Diese Teile der Stadtmauer sind auch durch den Festungsweg, der als Rundweg angelegt wurde, erwanderbar. Einer der wichtigsten Türme der Fürstenfelder Stadtmauer, der "Schwarzturm", stammt aus dem 12. Jahrhundert und ist einer der wenigen noch erhaltenen Wehrtürme der Steiermark und Teil des Schlosses Pfeilburg. Diese, benannt nach dem Besitzer Hans Pfeilberg, der das Anwesen 1490 erwarb, ist heute Heimat eines beeindruckenden Museums, da Einblicke in die Geschichte der Stadt gibt. In elf Räumen wird die wechselvolle Geschichte dokumentiert. Der oftmals auch gebräuchliche Name „Kruzitürken-Museum“ leitet sich übrigens vom alten Fluch ab, der die doppelte Belastung der Oststeiermark durch Türken und Kuruzzen anspricht.