Die Etappe 23 des Salzburger Almenweges führt von Filzmoos nach St. Martin am Tennengebirge und mit dem Gerzkopf über einen wunderschönen Gipfel. Der 1.728 Meter hohe Berg wirkt auf den ersten Blick nicht spektakulär, aber er weist einige Besonderheiten auf: So zählt er zu den 17 Filzmooser Kraftplätzen und auf seinem Gipfelplateau treffen die Grenzen von den drei Pongauer Gemeinden Eben, Filzmoos und St. Martin aufeinander. Vom Gipfel hat man einen überwältigenden Blick auf die Bischofsmütze und hier oben wartet die Wunschglocke darauf, von Wanderern geläutet zu werden. Auch sollte unbedingt ein Blick in die 100 Jahre alte Schäferhütte geworfen und eine kleine Rast an der sagenumwobenen „Schwarzen Lacke“ gemacht werden. Das Europaschutzgebiet ist Lebensraum besonders gefährdeter Tier- und Pflanzenarten. Am Ende der Etappe wird in Ort St. Martin am Tennengebirge genächtigt. Hier lohnt am Abend noch ein Besuch der gotischen Pfarrkirche. Wer sich hingegen nach Abkühlung sehnt, der genehmigt sich eine abendliche Schwimmrunde im Seepark. Wer sich bei der Voretappe für Variante 22a entschieden hat, der folgt heute der Route der Variante 23a.
Am Wegesrand
Unterhalb des Gipfels des Gerzkopfes befindet sich mit dem Gipfelmoor „Europa- und Naturschutzgebiet Gerzkopf“ ein äußerst seltenes und fragiles Höhenbiotop: Viele gefährdete Tierarten wie verschiedene Libellenarten, etwa die Alpenmosaik-Jungfer oder die Quergestreifte Quelljungfer, haben hier ebenso ihren Lebensraum wie Weißrückenspechte, Auerhähne und Baumpieper. Die „Schwarze Lacke“, wie der kleine Tümpel auch heißt, soll aber noch ein anderes Geheimnis in sich bergen: Der Sage nach liegt auf seinem Grund ein goldener Wagen samt Schatztruhe.