Blickt man von Tamsweg gegen Osten, so sieht man über Seetal einen Bergrücken, dessen Gipfel, der Gstoder, einige hundert Meter über die Waldgrenze hinausragt. Der Gstoder ist der östlichste Punkt des Salzburger Lungaus und gilt als einsamer und schöner Hochwinterskiberg. Ausgangspunkt der Tour ist der kleine Ort Seetal, den man von Tamsweg über Sauerfeld erreicht.
- Start (1.237 m)
Start der Tour ist bei der Volksschule Seetal (Parkmöglichkeit). Von dort geht es auf einem Fahrweg gegen Süden kurz bergab, dann über den Bach und rechts hinauf zum letzten Haus. Hier beginnt der Dürriegel-Forstweg (blaue Markierungstupfen), der zu einer Almwiese führt, wo man auf eine Forststraße trifft. Dieser folgt man nach links und kommt so nach fünf Kehren zu den Seetaler Hütten. Alternativer Aufstieg: Folgt man der Forststraße einige hundert Meter bis zu einer Brücke, zweigt bald danach rechts (Steinmandl) der etwas steilere alte Almweg ab. Diesem folgend trifft man bei der letzten Kehre wieder auf die Forststraße.
- Seetaler Hütten (1.644 m)
Mehrere Almhütten stehen hier auf einer schönen Almwiese. Von der obersten Hütte, der Pfarrhofhütte, geht man gegen Osten durch schütteren Wald auf einen Bergrücken hinauf, dann über freie Hänge zum Gratkamm und links dieses Kammes durch flache Mulden zum Gipfelkreuz.
- Gipfel (2.140 m)
Das Gipfelkreuz steht etwas westlich des höchsten Punktes auf einer flachen Kuppe. Wegen der isolierten Lage hat man vom Gstoder eine umfassende Rundsicht: Neben den Tiefblicken zu den Orten Seetal, Krakaudorf und Seebach fallen vor allem der Preber im Nordwesten, die Tockneralm und das Feldeck im Norden und – etwas entfernter – die Seetaler Alpen im Südosten sowie im Süden die Berge um die Turracher Höhe ins Blickfeld.
- Abfahrt
Die Abfahrt vom Gstoder ist nicht schwierig und vor allem bei Pulverschnee sehr lohnend. Man folgt am besten der Aufstiegsspur und fährt vom Gipfelkreuz gegen Nordwesten, zuerst rechts, dann links des Gratkammes soweit ab, bis man gegen Westen über freie Hänge und anschließenden lichten Wald zu den Seetaler
Hütten gelangt. Von dort fährt man auf der Forststraße in fünf Kehren hinab zu einer kleinen Almwiese. Nun geht es entweder rechts abzweigend auf dem teils steilen Dürriegel-Forstweg nach Seetal hinab oder man fährt auf der flachen Forststraße weiter und kommt so zur Ortschaft Schwarzenbichl, die etwa 1 km westlich von Seetal an der Landesstraße liegt.