Regenerationsplatz 1: Die Lackenkapelle
Die Lackenkapelle steht an einem Regenerationsplatz auf einer Lichtung. Perfekt für eine Rast, um Sonne zu tanken und die Frische des Waldes zu genießen. Die Luftqualität hier ist außergewöhnlich – erkennbar an den zahlreichen Flechten auf den Fichten. Schwarzbeeren (Heidelbeeren) – sind reich an bioaktiven Stoffen, die entzündungshemmend und antioxidativ wirken. Sie können kognitive Funktionen verbessern und fördern die Herz-Kreislauf- Gesundheit.
Tipp: Nasche nicht mehr als 100 g pro Tag!
Übung: Atme hier ein paar Mal tief durch die Nase ein - und noch tiefer durch den geöffneten Mund aus.
Regenerationsplatz 2: Steig bergauf
Waldwärts in die Stille
Du wanderst durch den Fichtenwald über einen Steig bergauf. Dein Herz schlägt schneller, deine Lungen füllen sich mit frischer Bergluft. Nach den ersten 30 Minuten merkst du, wie der Alltag langsam von dir abfällt. Während du weiter steigst, verbessert die Bewegung deinen Schlaf. Ebenso nimmt mit jedem Höhenmeter die Pollenbelastung ab und du atmest die reine Bergluft ein und aus.
Regenerationsplatz 3: St. Vinzenz Friedenskirche
Wie viele Kapellen und Kirchen in der Region steht auch die St.-Vinzenz-Friedenskirche an einem besonderen Regenerationsplatz. Ihre symbolreiche Gestaltung und die klare Friedensbotschaft laden zur inneren Einkehr ein. Studien zeigen, dass das Erleben von Transzendenz und Verbundenheit mit etwas Größerem durch spirituelle oder sakrale Orte gefördert werden kann. Solche Erfahrungen sind mit einer Reduktion des Stressempfindens und einer Steigerung des subjektiven Wohlbefindens verbunden. Auch das weite 360°-Panorama trägt zur emotionalen Wirkung des Ortes bei. Das Staunen über die Landschaft lenkt die Aufmerksamkeit nach außen, unterbricht negative Gedankenspiralen und kann positive Emotionen wie Dankbarkeit, Erhabenheit oder innere Ruhe verstärken.
Regenerationsplatz 4: Weg zum Hochgründeck
Erde spüren. Kraft tanken
Wann bist du das letzte Mal barfuß über eine Wiese gegangen? Der sanfte Weg zum Hochgründeck bietet dir die Gelegenheit dazu: Der Untergrund ist weichund frei von grobem Geröll, sodass du den Boden direkt spüren kannst. Beim Barfußgehen werden zahlreiche Nervenenden an den Fußsohlen stimuliert, was die Durchblutung anregen kann. Diese taktile Reizung wirkt ähnlich wie eine leichte Akupressur und verbessert zugleich die Wahrnehmung von Gleichgewicht und Körperhaltung. Beim sogenannten „Earthing“ oder „Grounding“ wird gezielt der direkte Hautkontakt mit natürlichen Oberflächen wie Gras, Sand oder Waldboden gesucht. Studien weisen auf mögliche Zusammenhänge mit positiven Effekten auf das subjektive Wohlbefinden, das Stressempfinden oder die Schlafqualität hin. Darüber hinaus schult das achtsame Gehen ohne Schuhe die Körperwahrnehmung und stärkt das Gefühl von Naturverbundenheit. Diese Erfahrung ist einfach, direkt und überall erlebbar.
Übung: Zieh deine Schuhe und Socken aus und wandere über den Pfad bis zum Gipfelkreuz.
Regenerationsplatz 5: Der Gipfel
Neue Perspektiven
Lass den Blick schweifen und die Landschaft auf dich wirken. Das 360°-Panorama holt dich ins Hier und Jetzt zurück. Die Weite der Aussicht kann ein Gefühl von Freiheit und innerem Raum erzeugen. Du nimmst Abstand und kannst neue Perspektiven einnehmen. Dieses bewusste Staunen kann helfen, kreisende Gedanken – in der Psychologie als Rumination bezeichnet – zu unterbrechen. Rumination bezeichnet das wiederholte, meist belastende Grübeln über negative oder stressreiche Aspekte des Lebens. Studien zeigen: Positive Natureindrücke können dabei helfen, solche Denkmuster zu durchbrechen und emotionale Ausgeglichenheit zu fördern.
Tipp: Im Salzburger Gipfelspiel heißt der Berg „Der Heiler“. Im Gipfelbuch am Kreuz findest du die Erklärung dafür.
Regenerationsplatz 6: Das Heinrich-Kiener-Haus
Zeit zum Stärken
Hier kannst du nicht nur kulinarisch Kraft tanken. Ein herzhaftes Essen im Heinrich-Kiener-Haus und ein persönliches Gespräch mit den Almleuten helfen dir, in Wagrain-Kleinarl anzukommen. Solche Begegnungen fördern das Gefühl sozialer Verbundenheit, das für regenerative Erholung von großer Bedeutung ist.
Regenerationsplatz 7: Steig bergab
Bevor du zum letzten Regenerationplatz Richtung Ginau wanderst, gibst du deinen Knien auf dem „Musikwanderweg“ exzentrisches Training. Bergabgehen wird bei Knieschmerzen oft vermieden – zu Unrecht. Gerade das exzentrische Training, bei dem die Muskulatur beim Nachgeben belastet wird, stärkt gezielt die Oberschenkelmuskulatur, verbessert Gelenkstabilität, Koordination und neuromuskuläre Kontrolle. Studien zeigen, dass es bei moderatem Energieaufwand wirksam zur Vorbeugung von Kniebeschwerden beitragen kann.
Regenerationsplatz 8: Das Bergkircherl Ginau
Die Kraft der Stille
Hier kannst du einfach sein – lade dich gerne selbst zu einer kleinen Meditationsübung ein:
Der Stille lauschen:
- Finde einen ruhigen Platz und wenn du magst, stelle dir einen Wecker für 20 min auf deinem Handy oder deiner Uhr.
- Setze dich bequem hin, richte deine Wirbelsäule auf und neige dein Kinn leicht zur Brust.
- Schließe deine Augen und jetzt atme einmal tief durch die Nase ein und mit einem Seufzer durch den Mund aus.
- Wiederhole ein paar tiefe Atemzüge - versinke dann im gleichmäßigen Atmen.
- Lass deine Gedanken wie Wolken vorbeiziehen. Einfach akzeptieren und loslassen.
- Genieße die Stille in dir und um dich herum.
- Komm langsam wieder zurück, wenn dein Wecker klingelt. Gönn dir ein paar tiefe Atemzüge, recke dich und steh langsam wieder auf.